Aus die Laus!

Wie man Kopfläuse bekämpft

Ein Läusebefall auf der Kopfhaut, die sogenannte Pediculosis capitis, kommt in den besten Familien vor und hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Vor allem Familien mit Kindern können nach Kopfkontakten (Anschmiegen, Balgereien im Kindergarten und in der Schule) betroffen sein. Also keine falsche Scham, wenn ein Verdacht besteht!

Kopfläuse sind leicht übertragbare, flügellose Insekten, die sich an den Haaren festkrallen. Dort ernähren sich vom Blut in der Kopfhaut. Die Weibchen legen während ihrer Lebensperiode von 3 bis 4 Wochen zwischen 150 und 300 Eier (Nissen) ab. Der Befall kann lästigen Juckreiz auf der Kopfhaut verursachen. Auch lässt sich Läusebefall durch punktförmige Bissspuren im Nackenbereich erkennen.

Geeignete Mittel im Kampf gegen die lästigen Parasiten sind natürliche oder chemisch hergestellte Substanzen, sogenannte Pedikulozide. Sie werden auch zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft eingesetzt und wirken als Nervengifte auf die Läuse. Sie bekämpfen nur die ausgewachsenen Läuse und nicht ihre Eier, so dass die Behandlung grundsätzlich zweimal durchgeführt werden muss. Bei den Pedikuloziden kommen inzwischen viele Resistenzen vor. Das bedeutet, dass die Medikamente nicht hundertprozentig ausreichend auf alle Läusestämme einwirken.

Ein anderes Mittel sind spezielle Silikonöle, die Läuse und ihre Eier zum Ersticken bringen. Auch hier empfehlen wir die zweimalige Behandlung im Abstand von etwa einer Woche, weil nicht jede Behandlung, gerade bei langen Haaren, alle vorhandenen Schmarotzer erreicht.

Zu jeder Behandlung von Kopfläusen gehört zwingend die Benutzung eines Läusekamms. Regelmäßiges und gründliches Auskämmen der Haare mit über mindestens zwei, besser vier Wochen, erhöht die Chance, dass wirklich alle Läuse und ihre Eier beseitigt werden.

Die Kosten für Nissenkämme und Läusemittel werden in der Regel nicht von den Krankenkassen (vor allem bei Kindern ab dem 12. Lebensjahr) übernommen. Trotzdem empfehlen wir dringend, dass bei Läusebefall in der Familie sämtliche Mitglieder untersucht und gründlich behandelt werden!

Aus die Laus! Nach einer gründlichen Beratung und Behandlung durch den Hautarzt mit einer geeigneten Behandlungsmethode wird auch Ihre Familie wieder läusefrei sein und das Leben ohne die unangenehmen Krabbeltierchen genießen!

Ihr Dr. Hein und Praxisteam

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